Fotos  &  Berichte

Aktuelles 2019

Texte: Verena Assum

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Christi Himmelfahrt - 30. Mai 2019

Trachtenwallfahrt nach Birkenstein

Seit 1923 pilgern an Christi Himmelfahrt bei jedem Wetter zahlreiche Trachtler von Fischbachau nach Birkenstein.


26.4.2019

Ehrung für langjähriges Engagement

Im Rahmen der letzten Versammlung des Oberlandler Gauverbandes wurden vier Mitglieder des Trachtenvereins Eichenlaub Elbach-Schwarzenberg geehrt.


„Jeder einzelne der im Verein Verantwortung übernimmt und sich einsetzt ist Gold wert.“, so Gauvorstand Hans Schwaiger. „Ein herzliches Vergelt’s Gott für euer langjähriges Engagement für die Trachtensache!“


Geehrt wurden für 25 Jahre
Gabriele Köhler, Hans Bernlochner und Stefan Baumann,
sowie für 20 Jahre Gottfried Felsl-Bacher.


Veronika Ettstaller wird Bayerische Bierkönigin!


Mai 2019

Trachtenverein d´Neureuther feiert 130-jähriges Jubiläum

Der Trachtenverein d´Neureuther kann auf stolze 130 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.

Der Verein begann das Festwochenende am Samstag mit einem Heimatabend im Neureuthersaal. Zur Ansage von Georg von Preysing und unter den Klängen der Gmunder Musi wurde der Abend eröffnet. Zur musikalischen Umrahmung trugen auch die Rimstinger Sänger, die Bernad Dirndln und die Staadlustigen Wettelkamer bei. Die Kinder- und Jugendlichen zeigten Plattler und unter anderem den Sterntanz mit 12 Paaren.

 

Am Sonntag musste leider der Festgottesdienst im Zelt stattfinden. Und auch der Festzug fiel sprichwörtlich ins Wasser. Aber die Neureuther ließen sich dadurch Ihre Feierlaune nicht verderben. Mit den geladenen Patenvereinen, den Wallbergern, Hirschberglern-Reitrain, Hechenberg und Schaftlach-Piesenkam, sowie den Ortsvereinen wurden im Zelt das Jubiläum würdig gefeiert. Langjährige Mitglieder wurden vom Verein geehrt. Außerdem wurden Regina Killer und Franz Sailer von der Bayrischen Trachtenjugend für Ihre Verdienste mit dem silbernen Ehrenzeichen für langjährige und sehr engagierte Jugendarbeit geehrt.

Die Ehrung übernahmen Maria Kornichler und Peter Huber. Georg März und Leonhard Demmel erhielten eine Ehrung vom Oberlandler Gau für 30 bzw. 25 jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft. Die Ehrung hierfür nahmen Hans Schwaiger und

Schorsch Englhart vor. Die Gmunder Dorfmusikanten spielten zu Plattlern und Figurentänzen sauber auf. Die Kinder zogen mit 33 Paaren ein und zeigten den Auftanz. Den Jugendleiterinnen Regina Bammer und Regina Killer gebührt ein großes Vergelt´s Gott. Den ganzen Nachmittag über wurde sauber aufgezogen – und auch die Patenvereine erwiesen uns mit Ihren Plattlern und Figurentänzen die Ehre. Die Neureuther können stolz auf Ihre Mitglieder und vor allem die große Schar an Kinder und Jugendlichen sein. Mit diesen Ausblicken können die Neureuther sehr positiv in die Zukunft schauen.

 

Ehrung vom Oberlandler Gau

Von links nach rechts: Schorsch Englhart (Gauschriftführer), Georg März (30 Jahre), Hans Schwarzenböck (3. Vorstand), Leonhard Demmel (25 Jahre), Sepp Eibach (1.Vorstand), Hans Schwaiger (Gauvorstand)

Ehrung der Bayerischen Trachtenjugend

Von links nach rechts: Georg März, Maria Kornbichler (Landesjugendausschuss Oberlandler Gauverband), Sepp Eibach (1.Vorstand Neureuther), Regina Killer (Geehrte), Leonhard Demmel (2.Vorstand Neureuther), Franz Sailer (Geehrter), Hans Schwarzenböck (3.Vorstand Neureuther), Peter Huber (Landesjugendvorstand / Beisitzer)



Mai 2019

Vorbericht

Waakirchen feiert 100 Jähriges Jubiläum

Im Jahr 1919, am Fronleichnamstag, trafen sich einige junge Burschen und Dirndln beim „Alten Wirt“ in Waakirchen, um einen Trachtenverein zu gründen. Dessen Aufgabe sollte es sein, die alte bayerische Tracht, Sitte und Brauchtum zu erhalten. Nachdem 1905 bereits das Oberländerdenkmal in Waakirchen errichtet worden war, um der Gefallenen der Sendlinger Mordweihnacht im Jahr 1705 und dem Anführer des Aufstands, dem „Schmied von Kochel“, zu gedenken, sollte auch der neu gegründete Trachtenverein diesen Namen erhalten. So wurde es in die Tat umgesetzt und nachdem der Trachtenverein „Schmied von Kochel“ sich dem Oberlandler Gauverband angeschlossen hatte, nahmen die Trachtler 1920 bereits zum ersten Mal am Gaufest teil.

 

Nur wenige Monate nach der Gründung des Waakirchner Trachtenvereins saßen vier junge Männer im Gasthaus Knabl bei einer frischen Maß Bier und waren übereinstimmend der Ansicht, dass es auch in Hauserdörfl an der Zeit sei, einen Trachtenverein zu gründen.

Das Gründerlokal Gasthaus Knabl bot sich als Vereinsherberge geradezu ideal an, verfügte es doch neben einem Tanzsaal auch über eine Bühne und schuf somit die Voraussetzungen für die Ziele eines jeden Trachtenvereins: den Volkstanz aufzuführen und das Theaterspiel zu pflegen. Auch ein Name war schnell für den Verein gefunden - ließ man sein Auge aus dem Wirtsgarten in südöstlicher Richtung schweifen, so blieb es unweigerlich an der links neben dem Wallberg liegenden markanten Erhebung, der „Bodenschneid“ hängen.

Einige Jahre später gingen die schlechte Wirtschaftslage und die Inflationszeit nicht spurlos an den Hauserdörfler „Bodenschneidlern“ vorüber. 1933 kam es schließlich zur Aufgabe der Selbständigkeit und Eingliederung in den Trachtenverein „Schmied von Kochel“ Waakirchen. Eine der ersten Handlungen des Nachkriegsvorstands war es dann, den Verein wieder der Eigenständigkeit zuzuführen. 1945 war dieser Schritt bereits erreicht – in den Folgejahren hatte der Verein bald wieder seinen Vorkriegsstand erreicht und die Aktivitäten, vornehmlich das Theaterspiel standen in voller Blüte.

Die bisherige Herbergsstätte, der Knablsaal, genügte bald nicht mehr den gestiegenen Anforderungen, weshalb sich der Wunsch nach etwas Eigenem breit machte. Glückliche Umstände beim Erwerb eines Grundstückes, großes Geschick beim Organisieren der Baumaterialien und vorbildlicher Zusammenhalt machten schließlich das Unmögliche möglich. Am 1. Juli 1953 stach der Spaten zum ersten Mal in die Erde und im Jahr 1954 konnte das Trachtenheim der „Bodenschneidler“ eingeweiht werden.

Nach diversen Erweiterungen und Sanierungen ist das Trachtenheim auch im Jahr 2019 in bestem Zustand und hat unter anderem jeden Freitag von 16:00 bis 22:00 Uhr für die Allgemeinheit geöffnet, wobei für Getränke und kleine Brotzeiten bestens gesorgt ist.

 

Als „revolutionär“ und „unfassbar“ wurde von der Presse das beschrieben, wozu sich die beiden Vereine im Jahr 2015 entschieden haben: zu einer Fusion. Obwohl selbst Hans Schwaiger, der 1. Vorstand im Oberlandler Gauverband von keiner Fusion in der Nachkriegszeit weiß, wurde eine solche von beiden Vereinen als der richtige Schritt für die Zukunft erachtet – die Waakirchner Trachtler haben mit über 40 Kindern eine starke Jugendabteilung und sind wesentlich aktiver und die Hauserdörfler können ein eigenes Trachtenheim aufweisen. Dass die „Bodenschneidler“ über ein eigenes Trachtenheim verfügen erwies sich schneller als gedacht als echter Glücksfall, als der Plattlerraum der Waakirchner Trachtler im Gebäude des Bauhofs ab Sommer 2018 aus Brandschutzgründen nicht mehr zur Verfügung stand und die Jugend- und Plattlergruppen für ihre Proben dorthin ausweichen konnten.

Nachdem sämtliche rechtlichen Hürden für eine Fusion überwunden waren, wurde bei der Jahreshauptversammlung des neu gegründeten Trachtenvereins „Schmied von Kochel und Bodenschneid Waakirchen-Hauserdörfl“ 2017 die Vorstandschaft neu gewählt. Die Anwesenden wählten Roland Kostkan – zuvor Vorsitzender des damals noch eigenständigen Vereins „Schmied von Kochel“ – an die Spitze des Vereins mit nun über 520 Mitgliedern. Zum Stellvertreter wurde Hans Willberger ernannt, ehemals 1. Vorstand der Hauserdörfler Trachtler.

 

Zuversichtlich, dass die Zusammenführung der Vereine die richtige Entscheidung war, setzen die Waakirchner und Hauserdörfler Trachtler seither sämtliche Aktivitäten gemeinsam fort. Neben den „Pflichtterminen“ eines jeden Trachtlers gehört dazu das Theaterspiel, das seit langer Zeit das Dorfleben bereichert und in den letzten Jahren unter der Leitung von Katja Trauner für vergnügliche Abende gesorgt hat. Ganz besonders wichtig für den Verein ist auch die Arbeit der beiden Jugendleiter Schorsch Noha und Vroni Kinshofer, denen es gelingt den Trachtlernachwuchs zu begeistern und die unzählige Stunden im Jahr damit verbringen, die Kinder zu betreuen. Neben den Plattlerproben veranstalten sie für die Jugendgruppe Grill- und Weihnachtsfeiern und organisieren Ausflüge ins Legoland oder bis nach Baden-Württemberg in den Erlebnispark Tripsdrill. Langweilig wird es den Vereinsmitgliedern vor allem im Sommer nie, wenn es erst das Maibaumaufstellen und später das beliebte Waldfest im Schopfloch zu organisieren gilt oder Trachtenausflüge anstehen, die die Mitglieder schon nach Würzburg, Passau, Regensburg, Bamberg oder Wien führten.

 

Das Jahr 2019 ist für den Trachtenverein „Schmied von Kochel und Bodenschneid“ Waakirchen-Hauserdörfl ein ganz besonderes Jahr: Im Sommer feiert der Verein sein 100-jähriges Bestehen und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, damit zahlreiche Besucher bei der Festwoche vom 24. bis 28. Juli begrüßt werden können.

Auftakt des Veranstaltungsreigens ist ein Musikantentreffen anlässlich des Jubiläums der Knappenkapelle Marienstein-Waakirchen, die ebenfalls vor 100 Jahren gegründet wurde. Neben den Gastgebern sorgen an diesem Tag die Schützenkapelle Reichersbeuern und die Gmunder Dorfmusikanten für Unterhaltung. Bei einem Tanzlmusitreffen spielen am nächsten Tag die Tegernseer Tanzlmusi, die Weiß'ngroana, die Doiwinkel-Musi und die Oimsummamusi zum Tanz auf.

Am darauffolgenden Samstag findet erst der Jugendnachmittag der Gaugruppe Tegernseer Tal statt, bevor am Abend zum Totengedenken und Gauheimatabend mit prominenter Besetzung eingeladen wird.

Am Sonntag, 28. Juli, erreicht die Festwoche schließlich mit dem Gauheimattag des Oberlandler Gauverbands, zu dem rund 5.000 Trachtler erwartet werden, ihren Höhepunkt.

Dem Waakirchner Trachtenverein ist es eine Ehre, das Gaufest auszurichten und den Trachtlern einen gebührenden Empfang zu bereiten – dass sie dies können haben sie bereits 1994 bewiesen, als das Gaufest im Rahmen der Feierlichkeiten zum 75. Gründungsjubiläum zum ersten Mal in Waakirchen stattgefunden hat.

Text: Marianne Reiter

Fotos: Trachtenverein Schmied von Kochel und Bodenschneid Waakirchen-Hauserdörfl


28. April 2019

Kleine Sänger und Musikanten ganz groß!

Jugendsingen und –musizieren des Oberlandler Gauverbandes


Foto: Häusler
Foto: Häusler

26. April 2019

40 Jahre Gauausschuss

 

Lorenz Rinshofer ehrt Gauvorstand Hans Schwaiger für 40 Jahre im Gauausschuss.

Schwaiger wurde 1979 als Gauvorplattler in den Gauausschuss gewählt.



21. Februar 2019

Oberlandler Trachtler im Bayerischen Landtag


22. Januar 2019

Tradition lebt!

Vorständetagung des Oberlandler Gauverbandes

Zu Beginn der Tagung beschäftigte man sich wieder mit Formalien, wie der Absprache und Bekanntgabe der Termine des Gauverbandes und der angeschlossenen Trachtenvereine. Das Ergebnis zeigt, dass auch 2019 wieder ein abwechslungsreich gefülltes Trachtlerjahr wird: Platteln, Volkstanz, Volksmusik und natürlich die Termine zur Trachtenwallfahrt nach Birkenstein und das Gaufest in Waakirchen stehen auf dem Programm. Dies kann man kurz zusammenfassen: Tradition lebt!

 

Nach der Ausgabe der Trachtenkalender, die sämtliche wichtige Kontaktadressen des Bayerischen Trachtenverbandes enthalten, hielt der Sachgebietsleiter Tracht, Toni Demmelmeier einen kurzen und trotzdem ausführlichen Vortrag „Unsere Tracht im Oberlandler Gau“. Er betonte dabei, dass die Tracht in der Region heimisch ist und sich dort auch entwickelt hat. Die Tracht wurde nicht erfunden, sondern bewusst erhalten. Schwaiger betonte ebenfalls, dass die Tracht im Gau vielfältig ist und nicht komplett einheitlich und dass das auch künftig erhalten bleiben soll. Das alljährliche Gaufest beweist, dass die vielen Oberlandler Trachtler „sauber daherkommen“.

 

Viele Vorstände berichteten in der anschließenden Aussprache insbesondere von der Jugendarbeit in ihren Vereinen, aber auch Punkte wie ein sauberer Kirchenzug am Gaufest und der Gottesdienstbeginn oder die Präsenz beim Preisplatteln wurden angesprochen. Abgefragt wurden außerdem die Teilnehmer an der Fahrt in den Bayerischen Landtag, da die Oberlandler Trachtler von der neuen Landtagspräsidentin Ilse Aigner eine Einladung erhalten haben.

 


15. Januar 2019

Ein Trachtler mit Leib und Seele!

Der Oberlandler Gauverband trauert um Gregor Bichler (80)

Foto: Reiner Obermüller
Foto: Reiner Obermüller

Das Jahr 2018 endete für den Oberlandler Gauverband mit einer traurigen Nachricht. Die Trachtler mussten Abschied nehmen von Gregor Bichler.
Der Gauehrenkassier war über drei Jahrzehnte im Ausschuss des Oberlandler Gauverband und führte seine Kassenbücher noch zu Zeiten als es keine Computer gab. Mit seinen handschriftlichen Aufzeichnungen hat er die Kasse immer sehr zuverlässig geführt und hat darauf geachtet sparsam zu bleiben. Er hielt das Geld des Gauverbandes zusammen als wäre es sein eigenes gewesen und saß bei Veranstaltungen immer selbst mit an der Kasse.


Gregor Bichler übernahm 1975 das Amt des 2. Gaukassiers und 18 Jahre später wurde er zum 1. Gaukassier. 2008 gab er sein Amt als 1. Kassier weiter und wurde noch im selben Jahr zum Gauehrenkassier ernannt. Für diese vielen Jahre im Amt: a herzliches Vergelts Gott! Man hätte sich über die vielen Jahre keinen besseren vorstellen können.


Auch in seiner Gaugruppe, die Gaugruppe Tegernsee, war Gregor Bichler immer sehr aktiv. 1970 wurde er zum Vorstand der Gaugruppe gewählt und hat sich immer darum gekümmert, dass „was los is“ in der Gaugruppe Tegernsee. 1979 organisierte er den ersten Jugendnachmittag in Schaftlach und 1985 wurde das erste Gaugruppen-Wertungsplatteln ausgerichtet. Er hat auch einige Ausflüge organisiert, wie z.B. 1985 in den Bayerischen Landtag, 1991 nach Bonn und 1995 nach Berlin. Nach 32 Jahren hat er 2002 als Vorstand der Gaugruppe aufgehört und wurde zum Ehrenvorstand ernannt.


„Ein Trachtler mit Leib und Seele!“ So wird Gregor Bichler von seinen Wegbegleitern genannt. Solange es seine Gesundheit erlaubt hatte, hat er den Gauvorstand Hans Schwaiger auch gerne bei jedem Trachtenfest begleitet. Schwaiger erinnert sich noch gut an die vielen Autofahrten, bei denen sie immerzu über den Gauverband gesprochen hatten.


Gregor Bichler hat seiner Zeit große Fußspuren hinterlassen. Der Oberlandler Gauverband dankt ihm für die vielen Jahre, die er dem Verband gewidmet hat! Vegelt’s Gott für deinen Einsatz für unsere Tracht und Traditionen!
Ruhe in Frieden!