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Mai 2021

Gaufest und Gaupreisplatteln des Oberlandler Gauverbandes

fallen leider auch 2021 aus

Lange hatte der Verband noch gehofft und die Entscheidung bis zuletzt rausgezögert.

Aber leider muss nun auch der Oberlandler Gauverband sein für Juli geplantes Gaufest, sowie das Gaupreisplatteln absagen. Beide Veranstaltungen hätten dieses Jahr in Valley stattgefunden.

 

Gauvorstand Schwaiger bedauert die Absagen sehr und hofft, dass sich die Valleyer Trachtler für ein späteres Gaufest erneut um die Ausrichtung bewerben werden. Derweil bleibt uns nur, optimistisch zu bleiben, auf die Gesundheit von uns und unseren Mitmenschen zu achten und uns auf die Zeit zu freuen, wenn die Feste wieder in gewohnter Weise stattfinden können.

Bilder vom Gaufest 2019


 

 

Der Oberlandler Gauverband trauert um seinen
2. Gauvorstand Lorenz Rinshofer
(*17.05.1955  -  †04.05.2021)

 

 

„Ein Lebtag ein Trachtler
und viel zu früh von uns gegangen!“

 

 

Die traurige Nachricht machte die Trachtler des Oberlandes Gauverbandes, seines Heimatvereins Thalham-Gotzing, aber auch in ganz Bayern sprachlos. Der 2. Gauvorstand Lorenz Rinshofer ist kurz vor seinem 66. Geburtstag verstorben. Viel zu früh musste er nun von uns gehen. Er schöpfte während seiner Krankheit immer wieder Hoffnung und kämpfte sich nach mehreren Rückschlägen wieder mit ganzer Kraft zurück - bis die Kraft nicht mehr reichte.
 
Lenz Rinshofer als Vollbluttrachtler zu bezeichnen, reicht bei weitem noch nicht aus, um sein Engagement um die Trachtensache in Worte zu fassen. Von Jugend an war er in seinem Heimatverein Thalham-Gotzing als Trachtler aktiv. Zuerst als 2. Fähnrich und später als 1. Vorplattler übernahm er Verantwortung im Verein und erreichte als aktiver Plattner auch bei den Wertungsplatteln der Gaugruppe Miesbach vordere Plätze. Sowohl beim Gruppenwertungsplatteln, aber auch beim Einzelplatteln, wo er auch einmal mit seiner damaligen Tanzpartnerin den 1. Platz geschafft hatte.
 
Als 1. Vorstand des Trachtenvereins Thalham-Gotzing war ihm vor allem das Vereinsleben wichtig und er bewies mit dem 80-jährigen Gründungsjubiläum, dass auch ein kleiner Verein ein großes Fest im Bierzelt stemmen kann. Dies gelang ihm hervorragend durch sein Organisationstalent und die Motivation vieler Vereinsmitglieder und Freunde - dabei wurde auch der Zusammenhalt im Verein noch weiter gestärkt. Als Attraktion für das Jubiläumsfest rief er die „1. Oberbayerische Meisterschaft im Holzhacka“ ins Leben, welche in den Folgejahren beim Schupfenfest beim Haidhuber fortgeführt und zum 100. Jährigen Jubiläum wiederholt wurde. Nach einem familiären Unglücksfall hörte Lenz 1996 schweren Herzens als 1. Vereinsvorstand auf und widmete seine ganze Kraft seinem älteren Sohn Gerhard - verlor dabei seinen Verein nie aus den Augen.
 
In der Gaugruppe Miesbach war Lenz erst als Werter beim Gaupreisplatteln und als 2. Vorstand aktiv, bevor er dann als 1. Gaugruppenvorstand die Verantwortung übernahm und dabei unter anderem die alljährlichen Jugendabende, Einzel- und Gruppenwertungsplatteln moderierte.
Ab 2006 war Lenz Rinshofer 2. Vorstand des Oberlandes Gauverbandes und setzte sich bis zuletzt tatkräftig für die Trachtensache ein.
Im Verein, in der Gaugruppe und im Gauverband war Lenz für seine humorvolle Art bekannt und geschätzt. Manche Aktiven Platter hatten darunter allerdings immer wieder bei der Verkündung der Ergebnisse beim Preisplatteln zu „leiden“, wenn er die Spannung immer weiter bis zum Bersten ausbaute. Auch viele Jahre nach ihrer aktiven Plattlerzeit erinnern sich die Gruppen noch daran.

Nachdem im Jahr 2008 die Miesbacher Tracht vom Deutschen Trachtenverband zur „Tracht des Jahres“ gewählt wurde, reiste Lenz mit seiner Frau Anneliese jedes Jahr im Mai zu einem anderen Ort in Deutschland und präsentierte bei diesen Veranstaltungen als Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes unsere Miesbacher Tracht.
 
Lenz Rinshofer war immer ein geradliniger, aufrechter Vereinskamerad, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt. Zeitlebens setzte er sich für die Erhaltung der Tracht und ein reges Vereinsleben ein. Bei sämtlichen Veranstaltungen war er gerne mit dabei, organisierte und arbeitete mit, wo er gebraucht wurde und vergas darüber hinaus nicht das gesellige Beisammen sein.
 
Ein Trachtler mit Leib und Seele! Ein Kommunalpolitiker mit Ecken und Kanten. Vor allem aber ein guter Kamerad in allen Vereinen und Verbänden, in denen er aktiv war. Lenz Rinshofer hinterlässt eine große Lücke. Nicht nur als Unterstützer, sondern vor allem als Mensch und Freund.
 
„Liaba Lenz, vergelt’s Gott für die unzähligen Jahre, die du nicht nur unserem Verband gewidmet hast! Vegelt’s Gott für die vielen schönen und geselligen Stunden. Vergelt’s Gott für deinen Einsatz für unsere Tracht und Traditionen! Du fehlst uns jetzt schon! Ruhe in Frieden!“

Mai 2021

Trachtenwallfahrt nach Birkenstein muss auch 2021 entfallen

2. Absage der Wallfahrt nach dem Krieg

Ein paar Gedanken des Gauvorstandes Hans Schwaiger zur Wallfahrt nach Birkenstein:

Im Jahr 1923 zogen 30 der damals 35 Trachtenvereine des Oberlandler Gauverbands und Neuburgler von Vagen, Immergrün Au bei Bad Aibling, Edelweiß von Dettendorf-Kematen und der Verein zur Erhaltung der Volkstracht im Leitzachtal von Bayrischzell zur Muttergottes nach Birkenstein.

Bei der Wallfahrt wurde vor allem der Gefallenen im Weltkrieg 1914 -1918 gedacht und gebetet. Zur Erinnerung an die 1. Wallfahrt ist an der Südseite der Kapelle ein Tafel angebracht worden, auf dem alle Vereine aufgeführt sind. Die Tafel ist heute noch an der gleichen Stelle.
Ab 1933 war es nicht einfach eine Wallfahrt zu machen, da es verboten war, bei Wallfahrten / Fronleichnamsprozessionen und kirchlichen Anlässen Fahnen mitzutragen.
1938 musste der Gauverband aufgelöst werden.
1947 war dann wieder die 1. Wallfahrt nach dem 2. Weltkrieg. Wieder war eine große Zahl an Gefallenen zu beklagen. Dazu kamen viele Vermisste, von denen man befürchten musste, dass sie ebenfalls nicht mehr am Leben waren.
Bis 1970 konnte die Wallfahrt ohne jegliche Genehmigung ablaufen. Seitdem immer mit Genehmigung des Landratsamtes Miesbach - wobei dies nie ein Problem dargestellt hat.
Seit 1970 treffen sich die Wallfahrer an der Schule in Fischbachau und beten von dort hinauf zur Heiligen Muttergottes. Zuvor wurde immer von Hammer aus gebetet, da von dort die meisten mit dem Zug gekommen sind. Und nachmittags hatte die Fischbachauer-Blasmusik die Pilger wieder zurück zum Bahnhof Hammer gespielt.

Seit 1949 wurden zur Entlastung des Birkensteiner Kurat Gröbmeier andere Geistliche gewonnen. 1973 wurde das 50-jährige Bestehen der Wallfahrt besonders herausgestellt. Es war erstmals ein Bischof zu Gast. Weihbischof Schwarzenbeck, der auch 1982 die Wallfahrt hielt. 1990 Weihbischof Matthias Defregger. 2009 zog mit uns Erzbischof Reinhard Marx nach Birkenstein und 2013 Weibischof Wolfgang Bischof.

 

I mächt bei allen vergelts Gott sagn, die immer dazua beitragen, dass die Wallfahrt so gut und unkompliziert abläuft.

Bei Kurat Hans Schweiger von Birkenstein, bei den Schwestern die alles so schön herrichten und beim Mesner. Bei der Fischbachauer Musi, für des scheene eine spuin und der musikalischen Umrahmung der Messe. Beim Harrasser Sepp, der jahrelang die Geistlichen ausgesucht hat. Bei der Feuerwehr und Rettungsdienst. Bei de Böllerschützen Eyrain-Jedling.

Ein besonderer Dank an den Fischbachauer Trachtenverein für die guade Organisation und bei allen Trachtlerinnen und Trachtlern die alle Jahre mit gehen zu Wallfahrt nach Birkenstein.


Ich hoffe dass de 2. Absage der Wallfahrt eine Ausnahme bleibt und beten wir in aller Stille zu unserer Muttergottes zur Birkenstein, dass die Epidemie bald ein Ende hat und wir uns bald wieder gemeinsam treffen und feiern können.
Zum Schluss noch ein Zitat vom Seesteller Hans:

 

„Bleibt’s beim Glauben eurer Väter,
wird’s an Herrgott ned Verräter,
vom Himmel losts eich ned vertreibn!
Wos boarisch is muass boarisch bleibn!”

 

Bleibt’s alle gsund, euer 1. Gauvorstand Hans Schwaiger

Grußwort von Dekan Thomas Neuberger zur Abgesagten

Trachtenwallfahrt nach Birkenstein

Foto: Constance Gruber
Foto: Constance Gruber
Liebe Mitglieder des Oberlandler Gauverbands,
liebe Trachtlerinnen und Trachtler,
 
ich hatte mich schon sehr darauf gefreut, mit Ihnen allen in Birkenstein Christi Himmelfahrt zu feiern. Wie so oft im Leben kam es anders. „Der Mensch dachte und Gott lachte“ sagt da der Volksmund. In diesen Zeiten ein fast zynischer Satz. Lacht Gott da wirklich?
Ich glaube, dass Gott in jedem menschlichen Schicksal dabei ist, dass ihn unsere Trauer berührt, dass ihm unsere Verzweiflung nicht egal ist. Ich glaube aber tatsächlich auch, dass er so manchen Situationen, in denen wir uns ärgern gelassen bleiben kann, er sich nicht hineinsteigert und ganz göttlich über den Dingen stehen kann. Ein zweites Jahr also ohne Trachtenwallfahrt nach Birkenstein – also ein Jahr ohne den Segen Gottes? Wohl kaum, das zeigt das Fest Christi Himmelfahrt.
Wir können uns nur schwer vorstellen, wie die Jüngerinnen und Jünger Jesu diese Tage um und nach Ostern erlebt haben. Erst folgen sie Jesus mit Begeisterung, dann wird er umgebracht, am Ende ist er doch nicht tot, dann begegnet er ihnen in allen möglichen Gestalten und am Ende muss er sie dann doch verlassen. Das ist mal ein auf und ab von Gefühlen. Sein Ziel hat er aber immer deutlich gemacht. Ich muss beim Vater sein, dort ist mein Platz. Meine Heimat ist im Himmel.
Heimat. Ein Wort mit dem Sie sicher etwas Anfangen können. So vieles kann Heimat sein: ein Ort, eine Gegend, ein Haus, die eigene Familie, eine Gemeinschaft, ein Verein. Heimat ist das oder sind die, wo man hingehört, wo man aufgehoben ist. Mit den richtigen Menschen, kann sogar die Fremde zur Heimat werden. Am richtigen Ort braucht man vielleicht keine große Gesellschaft, um sich aufgehoben zu fühlen.
Genau das lebt Jesus. Wo der Vater ist, da ist für ihn Heimat. Wo auch immer er war, was auch immer er tat: für ihn war Gott immer da, mitten drin. Das gilt nicht nur für ihn, sondern auch für uns Kinder Gottes. Unsere Heimat, unser Platz ist an der Seite Gottes. Jede Kirche, jede Kapelle erinnert uns daran: hier ist Gott daheim und du darfst das auch sein.
Mit diesem Blick auf das Veränderliche von Heimat findet die Wallfahrt nach Birkenstein zwar nicht statt, muss aber nicht ausfallen. Gott will bei uns sein und freut sich, wenn Menschen sich ihm zuwenden. Wenn wir das schon nicht gemeinsam in Birkenstein tun, dann doch jeder von Ihnen in den nächsten Tagen. Besuchen sie eine Kirche, Kapelle, ein Marterl oder Gipfelkreuz. Wenden Sie sich Gott zu, erzählen Sie ihm was Sie bewegt. Bitten Sie ihn um was, was Sie brauchen. So sind wir zwar nicht am selben Ort versammelt, vereinen uns im Herrn aber zu einer betenden Gemeinschaft. So wird der Segen, den wir heute miteinander erbeten hätten trotzdem auf Sie kommen, auf Ihre Familien und Ihren Verein.
Ihnen allen danke ich von Herzen für Ihren Beitrag zum Erhalt unserer Heimat und ihres Brauchtums und wünsche Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen,
 
Thomas Neuberger
Zur Person: Thomas Neuberger, seit 2018 Pfarrer des PV Dietramszell (jetzt übergangsweise auch Leiter des PV Königsdorf-Beuerberg)
und seit 2019 Dekan des Dekanats Bad Tölz.

Frühjahr 2021

Digitales Jugendsingen & -musizieren

 

Leider ham mir die Jugendsingen und -musizieren im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie absagen miassn. Und aa heier könn ma wieder koa Präsenzveranstaltung abhoitn.

Deshalb ham mir heuer a digitales Jugendsingen veranstaltet. Viele junge Trachtlerinnen und Trachtler haben – soweit es die Corona-Regeln zulassen ­– sich zusammengefunden und Stücke und Lieder aufgenommen, die wir nachfolgend zusammengestellt haben, so dass Ihr alle von dahoam aus a digitales Jugendsingen anschauen könnt.


Februar 2020

Die Termine 2021 sind im Netz...

Aufgrund der aktuellen Situation um die Corona Pandemie sind alle Termine unter Vorbehalt.

Wir bitten um Beachtung der örtichen Presse und kurzfristigen digitalen Ankündigungen.